![]() |
||
07.06.10 |
|
|
"BlauPause" von Ulrich Hub
Unter der
Regie von
Simone Schatz
spielen acht
Schauspieler und Schauspielerinnen über 40 Rollen.
Das Stück „Blaupause“ des Tübinger Dramatikers Ulrich Hub (Jg.’63) ist eine Medienfarce, die zeigt, wie aberwitzig unsere Gesellschaft auf mediale Ereignisse reagiert, welche Macht die Medien inzwischen haben und wie weit sie in unser Denken, Sprechen und Handeln eingedrungen sind. Acht Schauspieler schlüpfen in über vierzig Rollen. In jeder der zwölf Szenen wechselt der Spielort. Keine Figur taucht mehrfach auf und die weibliche Hauptfigur Valerie Posch verbirgt der Autor gänzlich vor den Augen des Zuschauers. Gibt es Valerie Posch überhaupt, oder ist Valerie Posch nichts als ein großer Mediengag? Valerie Posch ist ein bekanntes Starmodell. Das ganze Land fragt sich, ob ihre Brüste nun echt sind oder nicht. In der teuersten deutschen Kinoproduktion seit Menschengedenken soll sie an der Seite des Hollywood Stars Greg Burns jetzt zum ersten Mal als Schauspielerin arbeiten. Der Titel des Films lautet „blueprint“ – „Blaupause“. Es geht um einen Wissenschaftler, dem es gelungen ist, aus den Körperzellen eines erwachsenen Menschen mehrere Klone herzustellen. Dass Valerie in diesem Film mitspielt, ist ein Medienereignis der Superlative. Alle Figuren des Stückes sind plötzlich in einen Ausnahmezustand versetzt....... Gentechnik, Starkult oder Medienomnipräsenz – Ulrich Hub fühlt unserer Gesellschaft gehörig auf den Zahn und ist dabei so auf der Höhe der Zeit, dass einem zuweilen schwindlig wird …
|